Silberbestecke und Tafelsilber

Alte Silberbestecke und Tafelsilber

Die Herstellung von Silberbestecken und Tafelsilber ist seit der Erfindung des Edelstahls stark zurückgegangen. Früher war das sogenannte Tafelsilber für viele Menschen ein großer Schatz und es wurde nur zu besonderen Anlässen hervorgeholt, poliert und benutzt. Heute liegt das Tafelsilber in Form von altem Silberbesteck meist unbeachtet und über Jahre im Schrank und fristet ein stiefmütterliches Dasein. Dabei kann es durchaus von einigem Wert sein und bei einem Juwelier oder Edelmetallhändler gutes Geld bringen. Der Wert von altem Silberbesteck bemisst sich auch daran, ob es sich um eine 800er Silberlegierung handelt oder ob es mit einer 80er oder 90er Silberauflage versehen ist. Über Silbergehalt beziehungsweise Auflage gibt der Stempel, auch Punzierung genannt, am Griff der Besteckteile Auskunft.

Die festliche Tafel von einst

Neben Silberbestecken gehörte zur festlichen Tafel von einst vor allem in höheren Kreisen auch Silbergeschirr wie Platten, Tafelaufsätze, Menagen, Saucieren, Wärmehauben, Pokale und dekorative Gegenstände wie Kandelaber und Kerzenständer. In wohlhabenden Haushalten verfügte man über insgesamt 36 Maßgedecke mitsamt aller Besteckteile inklusive Fischbesteck, Dessertlöffeln und Kuchengabeln sowie Salat-, Vorlege- und Tranchierbestecke. Kaffee- und Teeservice waren nicht selten ebenfalls aus Silber gefertigt. Der Wert antiken Tafelsilbers kann den Materialwert heute deutlich überschreiten.